Berufshaftpflichtversicherung Heilpraktiker

Berufshaftpflicht HeilpraktikerDie Absicherung von beruflichen Versehen ist im Gesundheitswesen von zentraler Bedeutung, denn in diesem Segment sind die Schadensersatzforderungen oftmals sehr hoch, vor allen Dingen im Fall von Personenschäden. Dabei können auch Heilpraktiker Schäden an Dritten verursachen und sollten sich mit einer Berufshaftpflichtversicherung für Heilpraktiker absichern.

Von dem beruflichen Risiko einer fehlerhaften Diagnose, einer falschen Behandlung oder auch einer unzureichenden Patientenaufklärung sind eben nicht nur Ärzte betroffen, sondern unter anderem auch Heilpraktiker. Die mögliche Absicherung vor solchen Risiken sollte genau bedacht werden, denn die Leistungen bei einer Berufshaftpflicht für Heilpraktiker sollten auf die Tätigkeit abgestimmt sein.

Vor dem Abschluss sollte man unbedingt die Berufshaftpflichversicherungen für Heilpraktiker und den gebotenen Versicherungsumfang vergleichen. Dazu gehört auch eine Risikoanalyse der ausgeübten Tätigkeit, um den Versicherungsschutz optimal anpassen zu können.

 

Müssen auch Heilpraktiker eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen?

Heilpraktiker dürfen entsprechend der Berufsordnung in aller Regel nur dann ihren Beruf ausüben, wenn sie eine angemessene finanzielle Absicherung von möglichen Schadensersatzforderungen ihrer Patienten sowie beruflichen Vertragspartner, resultierend aus Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden, nachweisen. Dieses beruflich bedingte Risiko können selbstständig tätige Heilpraktiker über eine spezielle Berufshaftpflichtversicherung für Heilpraktiker abdecken.

 Was ist über eine Berufshaftpflichtversicherung für Heilpraktiker abgesichert?

Die Berufshaftpflichtversicherung für Heilpraktiker leistet für Schäden an Personen sowie Sachen und Vermögen Dritter bis zu den im Vertrag benannten Deckungssummen. Von Bedeutung ist, dass die Berufshaftpflichtversicherung all jene Behandlungsmethoden und Heilpraktikertätigkeiten in den Versicherungsschutz einschließt, die der versicherte Heilpraktiker entsprechend seiner Aus- und Fortbildung bei seinen Patienten ausführen darf und in der Praxis vornimmt, darunter beispielhaft Chiropraktik, Akupunktur, Nervenpunktmassagen, Inhalationen, Eigenblutinjektionen, Kneippsche Güsse oder die Unterspritzung von Hautfalten.

Im Einzelfall ist außerdem zu berücksichtigen, ob etwaige Sonderkonditionen zu vereinbaren sind, zum Beispiel die Mitversicherung von Personal (angestellte Heilpraktiker und weiteres Praxispersonal), für deren Fehler der freiberufliche Heilpraktiker nämlich ebenfalls haften muss, oder die Absicherung angemieteter Praxisräume. Möglich sind des Weiteren die Mitversicherung von Hausbesuchen und geschäftlichen Tätigkeiten im Ausland, hier beispielsweise die Teilnahme an Messen und Kongressen.

Was sollte der Versicherungsumfang bei der Berufshaftpflicht beinhalten?

Die Deckungssummen von Betriebshaftpflicht und Berufshaftpflichtversicherungen für Heilpraktiker betragen zwischen 1 und 3 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden sowie 100.000 Euro für Vermögensschäden. Höhere Versicherungssummen können bei einigen Berufshaftpflichtversicherungen entsprechend dem individuellen Berufsrisiko des betreffenden Heilpraktikers festgelegt sein.

Die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung im versicherten Schadensfall ist optional, denkbar sind hier zum Beispiel 150 Euro. Normalerweise können dadurch die Versicherungsbeiträge einer Berufshaftpflichtversicherung für Heilpraktiker gemindert werden.