Ist Betriebshaftpflicht für Immobilienverwalter bald Pflicht?

Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Plan vorgelegt, daß noch in diesem Jahr ein konkreter Umsetzungsvorschlag für Mindestanforderungen und Versicherungspflichten für Immobilienverwalter zu erarbeiten sind. Das wurde vom Immobilienverband IVD begrüßt und im Rahmen des zweiten Immobilienwirtschaftlichen Dialogs auch so besprochen.

immobilienverwalterDer IVD betonte, das bereits während der Koalitionsverhandlungen ein solcher Sach- und Fachkundenachweis und Versicherungspflicht für Immobilienverwalter gefordert wurde. Diese Forderung hatte der IVD schon vor Jahren an die Politik gerichtet. Begründet wird die Einführung einer Pflicht für eine Betriebshaftpflicht– bzw. Vermögensschadenhaftpflichtversicherung vom IVD mit der Vielzahl an Aufgaben und der zunehmenden Verantwortung der Immobilienverwalter für ihre Kunden. Dabei sind entsprechende Marktkenntnisse und eine versicherungstechnische Absicherung unabdingbar, um Eigentümer vor Vermögensverlusten zu schützen.

Der Absicherungszweck der Betriebshaftpflicht

Der IVD schlägt dabei vor, daß die geforderte gesetzliche Vermögenschadenhaftpflichtversicherung für Immobilienverwalter in Zukunft verpflichtend werden. Der IVD geht mit seinen Forderungen noch einen Schritt weiter und möchte auch die Vertrauensschaden- und Betriebshaftpflichtversicherung gesetzlich voraussetzen. Als Beispiel wurden die Mitglieder des IVD angeführt, für die alle eine Vertrauensschadenversicherung mit einer Deckungssumme von 153.000 Euro abgeschlossen wurde. Dies dient dem Schutz der Eigentümer und Verbraucher, nach Aussagen von Markus Jugan, dem Vorsitzenden des Bundesfachausschusses der Immobilienverwalter im IVD. Als Grund wird nochmals angeführt, daß auch der Immobilienverwalter vor unerlaubten Handlungen von Betriebsangehörigen oder sonstigen Vertrauenspersonen geschützt werden soll.

Noch nicht Teil des geplanten Gesetzentwurfs ist die Einführung eines Qualifikationsnachweises für Immobilienmakler, was allerdings vom IVD kritisiert wird. Der IVD führt an, daß die Qualität für Kunden und Verbraucher gerade angesichts der sich oft ändernden rechtlichen Rahmenbedingungen langfristig gewährleisten werden sollte. Und dazu  bedarf es laut IVD eines fachlichen Nachweises zur Ausübung der Tätigkeit.