PKV für Selbstständige und Freiberufler

Eine private Krankenversicherung (kuzr PKV genannt) hat Vorteile und Nachteile, darüber sollte sich jeder klar sein. Ob eine private Krankenversicherung für Selbstständige oder Freiberufler sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation und Zukunftsplanung ab.

pkv_freiberuflerEine private Krankenversicherung für Freiberufler und Selbstständige ist immer dann sinnvoll, wenn man überdurchschnittlich viel verdient, gesund und unter 35 ist und keine Kinder hat. Dann kann man mit einer PKV viel Geld sparen, denn die Beiträge werden wesentlich geringer sein, als bei der freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Wer über der Beitragsbemessungsgrenze verdient, der muss heute bis zu 775 Euro im Monat für GKV und Pflegeversicherung zahlen. Das bekommt ein Freiberufler oder Selbstständiger in der PKV deutlich günstiger hin und das bei wesentlich besseren Leistungen.

Ein weiterer Vorteil ist weiterhin die bevorzugte Behandlung von Ärzten bei der Terminvergabe. Besonders Facharzttermine bei Örthopäden, Neurologen und ähnlich stark ausgebuchten Ärzten sind mit einer PKV deutlich schneller zu erhalten. Häufig wird am Telefon der Praxis bereits bei einer Terminanfrage nachgefragt, ob man privat oder gesetzlich versichert ist. Privatpatienten können mit einem Termin in den nächsten Tagen rechnen, während gesetzlich Versicherte mehrere Wochen warten müssen. Und das ist aus Sicht des Arztes auch nachvollziehbar, denn bei Privatpatienten erhält er ein vielfaches für die Behandlung.

Wer sich nicht sicher ist, ob eine PKV die richtige Krankenversicherung ist, der kann sich ein kostenloses, unverbindliches und individuelles Angebot erstellen lassen und dazu auch Fragen von Fachexperten beantwortet bekommen:

 

Die private Krankenversicherung für Freiberufler und Selbstständige bietet ein erhebliches Einsparungspotential von bis zu 6000 Euro im Jahr! Aber eben nur, wenn man nicht älter als etwa 35 bis 38 Jahre ist, gesund ist und keine Kinder mitversichern muß.

Die PKV für Freiberufler und Selbständig ist nicht immer flexibel

Natürlich gibt es nicht nur Vorteile bei der PKV für Selbständige und Freiberufler. Ein Nachteil ist die Tatsache, daß man häufig eine Selbstbeteiligung an den Behandlungskosten tragen muss, die man aber individuell bestimmen kann. Meist beträgt dieser Anteil 300 bis 500 Euro, dafür werden aber auch die monatlichen Beiträge zur PKV geringer. Wer Vorsorgeuntersuchungen machen lassen möchte, der sollte versuchen diese und andere Behandlungen in einem Jahr durchführen zu lassen. Dann muss man in diesem Jahr eben die Selbstbeteiligung zahlen. Aber wer nicht ernsthaft krank ist muss wahrscheinlich auch mal ein Jahr lang nicht zum Arzt und kann dann die Selbstbeteiligung einbehalten.

Ein weiterer Nachteil kann sein, daß es nicht leicht ist wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurück zu wechseln. Das kann dann sinnvoll sein, wenn man die eigene Frau und Kinder mitversichern muß. Das geht dann nur, wenn man wieder als Angestellter arbeitet und unter der Versicherungspflichtgrenze verdient. Ansonsten bleibt einem nur, für jede Person eine eigene PKV abzuschließen.

Beitragserhöhungen treffen auch die GKV

Vielfach wird auch argumentiert, daß die PKV eine Kostenfalle im Alter sei, aber das sollte man kritisch hinterfragen. Wer in jüngeren Jahren eine private Krankenversicherung abschließt, der profitiert von den Alterungsrückstellungen der PKV. Dadurch werden mögliche Beitragserhöhungen im Alter stark abgefedert. Und je länger man in der PKV ist, desto niedriger bleiben die Beiträge.

Außerdem sollte man nicht vergessen, daß die GKV auch jedes Jahr von Beitragserhöhungen betroffen ist. Dabei werden besser Verdienende besonders getroffen, denn neben den Zusatzbeiträgen der Krankenkassen wird jedes Jahr auch die Beitragsbemessungsgrenze angehoben. Wer über der Beitragsbemessungsgrenze verdient, der muss also eine doppelte Beitragsanhebung verkraften. Von 2015 auf 2016 waren das etwa 0,2% Zusatzbeitragserhöhung und 2,73% Beitragsbemessungsgrenzen-Erhöhung. Also rund 3% auf 4125 Euro Bemessungsgrenze  ergibt etwa 123 Euro mehr im Monat!!!